Rohrsanierung 101: Grundlagen, die jeder kennen sollte!

Beschädigte oder undichte Abwasserrohre gehören zu den häufigsten, aber auch zu den meist unterschätzten Problemen an Gebäuden. Risse, Wurzeleinwuchs oder Materialermüdung bleiben oft jahrelang unbemerkt – bis es zu Verstopfungen, Geruchsbelästigungen oder Feuchtigkeitsschäden kommt. In vielen Fällen ist jedoch kein aufwendiger Austausch der Rohrleitungen notwendig.

Die Rohrsanierung bietet heute moderne Möglichkeiten, beschädigte Abwasserrohre instand zu setzen, ohne umfangreiche Bauarbeiten durchführen zu müssen. Je nach Schadensbild kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, mit denen sich die Funktion und Dichtheit der Rohrleitungen dauerhaft wiederherstellen lassen.

In diesem Artikel erfahren Sie, was eine Rohrsanierung ist, wann sie sinnvoll ist, welche Verfahren infrage kommen und mit welchen Kosten zu rechnen ist. Außerdem zeigen wir, worauf Sie bei der Auswahl eines qualifizierten Fachbetriebs achten sollten, denn für eine erfolgreiche Rohrsanierung sind erfahrene Experten und spezialisierte Firmen unerlässlich.

Rohrsanierung: Verfahren und Vorteile im Überblick

Rohrsanierung ist ein zentraler Prozess zur Reparatur oder Verbesserung beschädigter Rohrsysteme, der kosteneffizienter und weniger invasiv ist als ein kompletter Rohrersatz. Zu den gängigen Sanierungsmethoden gehören Schlauchlining, punktuelle Reparaturen, Pipe Bursting und Slip Lining, die jeweils spezifische Vor- und Nachteile bieten. Zukünftige Innovationen in der Branche, wie Smart Pipes, selbstheilende Materialien und robotergestützte Inspektionen, versprechen höhere Effizienz und Nachhaltigkeit in der Instandhaltung von Rohrsystemen.
Inhalt dieses Beitrags:

Grundlagen und Technik

Sanierung vs. Ersatz

Sanierungsmethoden

Innovative Technologien

Was ist eine Rohrsanierung?

Die durchschnittliche Lebensdauer wasserführender Rohrleitungen liegt bei etwa 30 Jahren, abhängig von Material und Nutzung. Beschädigte Abwasserrohre müssen heute nicht zwangsläufig vollständig ersetzt werden. Dank moderner Sanierungsverfahren lassen sich viele Rohrschäden gezielt von innen beheben – ohne große Bauarbeiten und mit deutlich geringerem Aufwand als früher. Genau hier setzt die Rohrsanierung an, indem sie den Stand der Leitungen auf ein aktuelles und sicheres Niveau bringt.

Definition von Rohrsanierung

Rohrsanierung bezeichnet die Instandsetzung beschädigter Leitungen von innen, ohne die Rohrleitungen vollständig auszutauschen. Ziel ist es, die Dichtheit, Stabilität und Funktionsfähigkeit der Rohre dauerhaft wiederherzustellen. In vielen Fällen erfolgt die Rohrinnensanierung grabenlos und mit minimalem baulichen Aufwand, wobei moderne Technik wie Fräsroboter, Inliner– oder KurzlinerVerfahren zum Einsatz kommt.

Unterschied zwischen Rohrsanierung und Rohrersatz

Der fundamentale Unterschied zwischen Rohrsanierung und Rohrersatz liegt in der Invasivität und dem Umfang der erforderlichen Arbeiten:

Rohrsanierung Inliner in Aktion

Rohrsanierung

  • Instandsetzung bestehender Rohrleitungen
  • Häufig grabenlos möglich
  • Geringer Eingriff in die Bausubstanz
  • Kürzere Bauzeit und geringere Kosten
Rohrsanierung Rohrersatz

Rohrerneuerung

  • Vollständiger Austausch der Rohre
  • Aufbruch von Böden, Wänden oder Außenflächen
  • Hoher baulicher Aufwand
  • Längere Bauzeit und höhere Kosten

Während die Rohrerneuerung den vollständigen Austausch alter Leitungen erfordert, zielt die Rohrsanierung darauf ab, Schäden im vorhandenen Rohrsystem zu beheben. Eine Neuinstallation der Rohrleitungen ist meist mit deutlich höheren Kosten und größerem Aufwand verbunden als eine Sanierung. Welche Lösung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Schadensbild und dem Zustand der Rohrleitungen ab.

Ziel einer professionellen Rohrsanierung durch den Fachmann:

Eine fachgerecht durchgeführte Rohrsanierung verfolgt mehrere zentrale Ziele:

  • Wiederherstellung der Dichtheit beschädigter Abwasserrohre

  • Statische Stabilisierung der Rohrleitung

  • Verlängerung der Lebensdauer der Wasserleitungen um mehrere Jahrzehnte

  • Vermeidung von Folgeschäden an Gebäude und Grundstück

Wichtig:
Ob tatsächlich eine Rohrinnensanierung notwendig ist, lässt sich zuverlässig durch eine professionelle TV-Inspektion beurteilen.

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Wann ist eine Rohrsanierung notwendig?

Rohrschäden entstehen meist schleichend und bleiben lange unentdeckt. Besonders bei älteren Gebäuden oder stark beanspruchten Abwasserleitungen können sich im Laufe der Zeit Schäden entwickeln, die die Funktion und Dichtheit der Rohre beeinträchtigen. Wird nicht rechtzeitig gehandelt, drohen Folgeschäden an Gebäude und Grundstück. Lecks in den Leitungen können schnell zu einem Wasserschaden führen und rasch große Schäden anrichten.

Umso wichtiger ist es, typische Schadensbilder und Warnsignale frühzeitig zu erkennen. Eigentümer sind grundsätzlich dafür verantwortlich, ihre Rohrleitungen regelmäßig zu überprüfen und instand zu halten, um Lecks und Folgeschäden zu vermeiden.

Typische Schäden an Abwasserrohren

Risse im Rohr

Risse entstehen häufig durch Materialalterung, Setzungen im Erdreich oder Temperaturwechsel. Sie beeinträchtigen die Dichtheit der Rohrleitung und können sich mit der Zeit vergrößern.

Wurzeleinwuchs

Feine Undichtigkeiten oder Haarrisse bieten Pflanzenwurzeln ideale Eintrittspunkte. Der Wurzeleinwuchs kann den Rohrquerschnitt einengen und langfristig zu Verstopfungen oder Rohrbrüchen führen.

Undichte Muffen

Die Verbindungsstellen einzelner Rohrabschnitte verlieren im Laufe der Jahre ihre Dichtheit. Abwasser kann austreten, während gleichzeitig Fremdwasser in das Rohrsystem eindringt.

Korrosion und Materialermüdung

Vor allem ältere Metall- oder Betonrohre sind anfällig für Korrosion. Durch chemische und mechanische Belastungen nimmt die Stabilität der Rohre kontinuierlich ab.

Anzeichen für sanierungsbedürftige Rohre

Sind Abwasserrohre beschädigt, machen sich die Probleme häufig im täglichen Gebrauch bemerkbar. Typische Warnsignale sind:

Wie wird der Zustand von Rohren geprüft?

Ob eine Rohrsanierung notwendig ist und welches Verfahren infrage kommt, lässt sich nicht allein anhand äußerer Anzeichen beurteilen. Da Abwasserrohre größtenteils unsichtbar im Gebäude oder im Erdreich verlaufen, sind technische Untersuchung erforderlich. Besonders bewährt haben sich dabei die TV-Inspektion und – je nach Situation – die Dichtheitsprüfung.

Eine TV-Kanal-Untersuchung ist Teil der Dichtheitsprüfung

Bei der TV-Inspektion wird eine spezielle Rohrkamera in das Abwassersystem eingeführt. Sie ermöglicht einen direkten Blick in die Rohrleitung und macht Schäden wie Risse, Wurzeleinwuchs oder undichte Verbindungen sichtbar. Die Kamera-Inspektion liefert damit eine verlässliche Grundlage, um den Sanierungsbedarf fachgerecht zu beurteilen und das passende Verfahren auszuwählen.

Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, einen qualifizierten Ansprechpartner zu kontaktieren, der als sachverständiger Experte eine fachkundige Bewertung des Rohrzustands vornehmen kann.

Dichtheitsprüfung & rechtliche Anforderungen

Neben der TV-Inspektion spielt in bestimmten Fällen auch die Dichtheitsprüfung von Abwasserrohren eine wichtige Rolle. Sie dient dazu, nachzuweisen, ob Rohrleitungen dauerhaft dicht sind und kein Abwasser oder Fremdwasser austritt bzw. eindringt.

Wann ist eine Dichtheitsprüfung vorgeschrieben?

Eine Dichtheitsprüfung ist nicht grundsätzlich für alle Gebäude verpflichtend, kann aber in folgenden Fällen vorgeschrieben oder dringend empfohlen sein:

  • bei Neubauten und neu verlegten Abwasserleitungen

  • im Rahmen von Sanierungs- oder Umbauarbeiten

  • bei konkretem Schadensverdacht oder nachgewiesenen Undichtigkeiten

  • aufgrund kommunaler Satzungen oder landesrechtlicher Vorgaben

Welche Regelungen im Einzelfall gelten, hängt vom Bundesland und der jeweiligen Gemeinde ab.

Für wen ist eine Dichtheitsprüfung relevant?

Die Dichtheitsprüfung betrifft vor allem:

  • Eigentümer von Wohn- und Gewerbeimmobilien

  • Hausverwaltungen und Wohnungseigentümergemeinschaften

  • Betriebe mit besonderen Umweltauflagen

  • Eigentümer älterer Gebäude mit nicht sanierten Abwasserleitungen

Sie schafft Klarheit über den Zustand der Rohrleitungen und ist häufig die Grundlage für weitere Maßnahmen wie eine gezielte Rohrsanierung.

Methoden der Rohrsanierung im Überblick

Für die Sanierung beschädigter Abwasserrohre stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Besonders bei Entwässerungsanlagen in dicht besiedelten Gebieten bieten grabenlose Verfahren Vorteile, da große Bauarbeiten vermieden werden können. Welche Methode geeignet ist, hängt vor allem vom Schadensbild und dem Zustand der Rohrleitung ab.

Grabenlose Rohrsanierung – Vorteile und Grenzen

Die meisten modernen Verfahren der Rohrsanierung werden heute grabenlos durchgeführt. Das bedeutet, dass die beschädigten Abwasserrohre von innen instand gesetzt werden, ohne Böden, Wände oder Außenflächen aufzugraben. Dadurch lassen sich Bauzeit, Kosten und Eingriffe in die Bausubstanz deutlich reduzieren.

Allerdings ist eine grabenlose Rohrinnensanierung nicht in jedem Fall möglich. Bei stark deformierten Rohren, massiven Einstürzen oder fehlender Reststatik kann eine offene Rohrerneuerung notwendig werden. Welche Lösung technisch sinnvoll ist, zeigt eine professionelle TV-Untersuchung.

Verfahren Geeignet für Vorteile Einschränkungen
Inliner-Verfahren (Schlauchlining) Längere Rohrabschnitte grabenlos, langlebig, statische Ertüchtigung nicht bei stark deformierten Rohren
Kurzliner-Verfahren Punktuelle Schäden gezielte Reparatur, schnell umsetzbar nur lokale Sanierung
Spraylining / Beschichtung Kleine Durchmesser, leichte Schäden geringer Materialauftrag, kurze Bauzeit begrenzte statische Wirkung

Inliner-Verfahren (Schlauchlining)

Das Inliner-Verfahren wird bei längeren, beschädigten Rohrabschnitten eingesetzt. Beim Inliner-Verfahren wird ein mit Epoxidharz getränkter Gewebeschlauch in das bestehende Rohr eingebracht und dort ausgehärtet, sodass ein neues, dichtes Rohr im alten Rohr entsteht. Das Rohr-in-Rohr-Verfahren zeichnet sich durch eine hohe Lebensdauer aus, ist jedoch in der Regel kostenintensiver als andere Sanierungsmethoden.

Kanalsanierung Kosten Kurzliner-Verfahren

Kurzliner-Verfahren

Kurzliner eignen sich zur Reparatur lokal begrenzter Schäden, etwa einzelner Risse oder undichter Stellen, und sind besonders wirtschaftlich bei punktuellem Sanierungsbedarf. Die Haltbarkeit eines Kurzliners liegt häufig bei etwa 10 bis 20 Jahren, abhängig von Belastung und Ausführung.

Spraylining und Beschichtungsverfahren

Beim Sprayliner-Verfahren wird ein Epoxid- oder Polyurethan- Harz direkt auf die Rohrinnenwand aufgesprüht, wo es aushärten kann und eine fugenlose, schützende Beschichtung bildet. Das Sprayliner-Verfahren eignet sich insbesondere für kleinere Risse, Korrosion und Undichtigkeiten in Rohrleitungen mit Durchmessern von etwa 40 bis 200 mm.

Qualifizierte Fachbetriebe für die Rohrsanierung finden

Eine fachgerechte Rohrsanierung steht und fällt mit der Wahl des richtigen Fachbetriebs. Über unsere Partnerbetrieb-Suche finden Sie qualifizierte Unternehmen für Rohr- und Kanalsanierung in Ihrer Region. Alle gelisteten Betriebe werden von uns geprüft und erfüllen definierte Qualitätskriterien, die für eine professionelle und normgerechte Rohrsanierung entscheidend sind.

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Rohrsanierung vs. Rohrerneuerung – was ist besser?

Ob eine Rohrsanierung ausreicht oder eine vollständige Rohrerneuerung notwendig ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Während beide Maßnahmen das Ziel verfolgen, beschädigte Abwasserleitungen wieder funktionsfähig zu machen, unterscheiden sie sich deutlich in Aufwand, Kosten und Eingriffstiefe. Der folgende Vergleich zeigt die wichtigsten Unterschiede beider Lösungen auf einen Blick.

Kriterium Rohrsanierung Rohrerneuerung
Kosten In der Regel deutlich geringer, da bestehende Rohre weiter genutzt werden Deutlich höher durch Abbruch-, Erd- und Wiederherstellungsarbeiten
Aufwand & Bauzeit Meist kurzer Zeitaufwand, häufig innerhalb von ein bis zwei Tagen abgeschlossen Mehrtägige bis mehrwöchige Bauarbeiten
Eingriff ins Gebäude Minimal, oft ohne Aufbruch von Böden oder Wänden Hoher Eingriff in die Bausubstanz
Eingriff ins Grundstück In vielen Fällen nicht erforderlich Häufig notwendig, etwa durch Aufgraben von Außenflächen
Lebensdauer Verlängerung der Nutzungsdauer um mehrere Jahrzehnte Entspricht dem Zustand einer komplett neuen Rohrleitung
Nachhaltigkeit Ressourcenschonend, da vorhandene Infrastruktur erhalten bleibt Hoher Material- und Energieeinsatz

Einordnung:
In vielen Fällen ist die Rohrsanierung die wirtschaftlich und baulich sinnvollere Lösung. Eine Rohrerneuerung wird vor allem dann notwendig, wenn Rohrleitungen stark beschädigt, verformt oder statisch nicht mehr tragfähig sind. Welche Maßnahme im Einzelfall geeignet ist, lässt sich zuverlässig durch eine fachgerechte Inspektion der Rohrleitungen beurteilen.

Was kostet eine Rohrsanierung?

Die Kosten einer Rohrsanierung lassen sich nicht pauschal beziffern, da sie stark vom Zustand der Rohrleitungen und dem gewählten Rohrsanierungsverfahren abhängen. Seriöse Fachbetriebe erstellen daher keine Festpreise, sondern kalkulieren die Kosten auf Grundlage einer fachgerechten Inspektion.

Kostenfaktoren

Mehrere Aspekte beeinflussen den finanziellen Aufwand einer Rohrsanierung:

  • Länge und Durchmesser der zu sanierenden Rohrleitungen

  • Art und Ausmaß der Schäden, etwa Risse, Undichtigkeiten oder Wurzeleinwuchs

  • das gewählte Sanierungsverfahren (z. B. Kurzliner oder Inliner)

  • die Zugänglichkeit der Rohrleitungen innerhalb des Gebäudes

Je komplexer das Schadensbild und je größer der Sanierungsumfang, desto höher fallen in der Regel die Kosten aus.

Was die Kosten in der Praxis bedeuten

In vielen Fällen ist eine Rohrsanierung deutlich kostengünstiger als eine vollständige Rohrerneuerung, da auf umfangreiche Abbruch- und Wiederherstellungsarbeiten verzichtet werden kann. Gleichzeitig ermöglicht sie eine nachhaltige Instandsetzung der bestehenden Rohrleitungen. Eine verlässliche Einschätzung ist jedoch erst möglich, wenn der tatsächliche Zustand der Rohre bekannt ist.

Grobe Richtwerte zur Orientierung

Um dennoch eine erste Orientierung zu geben, lassen sich folgende Richtwerte nennen:

  • Kleinere, punktuelle Rohrsanierungen (z. B. mit Kurzliner-Verfahren):
    häufig im unteren vierstelligen Bereich

  • Umfangreichere Rohrsanierungen mit Inliner-Verfahren:
    je nach Schadensbild meist im mittleren vierstelligen Bereich, in Einzelfällen auch darüber

Diese Angaben dienen ausschließlich der Orientierung und ersetzen kein individuelles Angebot.

Im Durchschnitt liegen die Kosten einer Rohrsanierung bei etwa 200 bis 300 Euro pro Meter, abhängig vom Verfahren und dem Zustand der Rohrleitungen. Für eine Rohrsanierung ohne Freilegen und ohne kompletten Austausch vom Abwasserrohr bewegen sich die Gesamtkosten häufig zwischen 2.000 und 4.000 Euro.

Im Vergleich zu offenen Rohrsanierungsverfahren können moderne, grabenlose Methoden im Idealfall bis zu 50 % günstiger sein.

Hinweis:

Eine belastbare Kosteneinschätzung ist erst möglich, wenn der Zustand der Rohrleitungen durch eine TV-Inspektion geprüft wurde. Extrem günstige Pauschalangebote sollten kritisch betrachtet werden, da eine fachgerechte Rohrsanierung geprüfte Materialien, qualifizierte Ausführung und eine sorgfältige Kontrolle erfordert.

Normen, Qualität & Fachbetriebe

Eine Rohrsanierung ist nur dann dauerhaft erfolgreich, wenn sie fachgerecht geplant und ausgeführt wird. Ein qualifizierter Fachbetrieb steht Ihnen dabei als verlässlicher Partner von der Planung bis zur Ausführung der Rohrsanierung zur Seite. Neben dem gewählten Sanierungsverfahren spielen dabei anerkannte Normen, qualitativ hochwertige Materialien und die Erfahrung des ausführenden Fachbetriebs eine zentrale Rolle. Sie sorgen dafür, dass die Sanierung technisch einwandfrei, rechtssicher und langfristig zuverlässig ist.

Wichtige Normen und Richtlinien

Für die Rohrsanierung gelten in Deutschland und Europa klare technische Vorgaben, die eine einheitliche Qualität sicherstellen sollen.

DIN EN 13566

Diese europäische Norm regelt die Anforderungen an grabenlose Rohrsanierungsverfahren für erdverlegte Abwasserleitungen. Sie definiert unter anderem Materialeigenschaften, Prüfverfahren und Ausführungsstandards und dient als wichtige Grundlage für eine fachgerechte Rohrsanierung.

DWA-Merkblätter (z. B. DWA-M 143)

Die Merkblätter der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) konkretisieren die praktische Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen. Sie geben Fachbetrieben klare Handlungsempfehlungen für Planung, Ausführung und Qualitätskontrolle von Rohrsanierungen.

Warum zertifizierte Fachbetriebe entscheidend sind

Nicht allein das Verfahren entscheidet über den Erfolg einer Rohrsanierung, sondern vor allem die fachliche Kompetenz des ausführenden Betriebs. Zertifizierte Fachbetriebe arbeiten nach anerkannten Standards und bieten entscheidende Vorteile:

  • Materialqualität: Einsatz geprüfter und normkonformer Materialien, die für eine lange Lebensdauer ausgelegt sind

  • Gewährleistung: Fachgerechte Ausführung schafft die Grundlage für Gewährleistungsansprüche und rechtliche Sicherheit

  • Dokumentation: Lückenlose Dokumentation der Sanierungsmaßnahme, etwa durch Protokolle und Videoaufnahmen

Ein qualifizierter Fachbetrieb erkennt zudem, wann eine Rohrsanierung sinnvoll ist – und wann alternative Maßnahmen erforderlich werden.

Kanalsanierung Inliner: Kurzliner

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Auf unserem Portal finden Sie ausgewählte Fachbetriebe für Rohr- und Kanalsanierung, die definierte Qualitätsanforderungen erfüllen. Jeder Partnerbetrieb wird geprüft und steht für fachgerechte Ausführung, den Einsatz geeigneter Verfahren sowie transparente Arbeitsweise.

So erhalten Sie nicht nur Kontakte, sondern Zugang zu Betrieben, die eine professionelle Rohrsanierung zuverlässig umsetzen können – bundesweit und nach klaren Kriterien ausgewählt.

Ablauf einer professionellen Rohrsanierung

Eine fachgerechte Rohrsanierung folgt einem klar strukturierten Ablauf. Ziel ist es, das Problem im Kanal oder Wasserleitungen präzise zu erfassen, das passende Sanierungsverfahren auszuwählen und die Rohrleitungen dauerhaft instand zu setzen. Der Prozess ist für Eigentümer transparent und nachvollziehbar aufgebaut.

Ablauf einer professionellen Rohrsanierung

  1. Zustandsanalyse: Zu Beginn prüfen Fachbetriebe den Zustand der Rohrleitungen, in der Regel mithilfe einer TV-Inspektion. Art, Lage und Ausmaß der Schäden werden dabei dokumentiert.
  2. Auswahl des Sanierungsverfahrens: Auf Grundlage der Analyse wird entschieden, welches Sanierungsverfahren technisch sinnvoll und wirtschaftlich ist.
  3. Vorbereitung und Reinigung: Vor der eigentlichen Sanierung werden die Rohrleitungen gründlich gereinigt, um Ablagerungen zu entfernen und optimale Bedingungen für die Sanierungsmaßnahme zu schaffen.
  4. Durchführung der Rohrsanierung: Anschließend erfolgt die Sanierung der Rohrleitungen, etwa durch den Einbau eines Inliners oder die Reparatur einzelner Schadstellen.
  5. Kontrolle und Dokumentation: Nach Abschluss der Arbeiten wird das Ergebnis überprüft und dokumentiert, um die fachgerechte Ausführung nachzuweisen.

Vorteile der Rohrsanierung auf einen Blick

Die Rohrsanierung bietet gegenüber einer offenen Rohrerneuerung zahlreiche Vorteile. Besonders moderne, grabenlose Verfahren ermöglichen eine schnelle und wirtschaftliche Instandsetzung beschädigter Rohrleitungen.

  • Grabenlos: In vielen Fällen ohne Aufbruch von Böden, Wänden oder Außenflächen möglich

  • Schnell: Kurze Bauzeiten, häufig innerhalb weniger Tage abgeschlossen

  • Kosteneffizient: Geringerer Aufwand und weniger Folgekosten als bei einer Rohrerneuerung

  • Langlebig: Verlängerung der Lebensdauer der Rohrleitungen um mehrere Jahrzehnte

  • Werterhaltend: Schutz der Bausubstanz und Erhalt des Immobilienwerts

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Häufige Fragen zur Rohrsanierung (FAQ)

Eine fachgerecht ausgeführte Rohrsanierung kann die Lebensdauer der Rohrleitungen um mehrere Jahrzehnte verlängern. Moderne Sanierungsverfahren und geprüfte Materialien sind auf eine langfristige Nutzung ausgelegt. Voraussetzung ist, dass die Sanierung normgerecht durchgeführt und dokumentiert wird. Regelmäßige Kontrollen können die Haltbarkeit zusätzlich absichern.

Ja, bei fachgerechter Ausführung stellt die Rohrinnensanierung die Dichtheit der Rohrleitungen dauerhaft wieder her. Sanierungsverfahren wie das Inliner- oder Kurzliner-Verfahren schaffen eine neue, geschlossene Rohrinnenfläche. Entscheidend ist die richtige Vorbereitung der Leitungen sowie die Auswahl eines geeigneten Verfahrens. Eine abschließende Kontrolle bestätigt das Ergebnis.

Nicht jede Rohrleitung ist für eine Sanierung geeignet. Bei stark eingestürzten, extrem verformten oder statisch nicht mehr tragfähigen Rohren kann eine Rohrerneuerung notwendig werden. Ob eine Sanierung möglich ist, lässt sich zuverlässig durch eine TV-Inspektion beurteilen. In vielen Fällen ist jedoch eine grabenlose Rohrsanierung technisch machbar. Wer früh genug handelt, kann durch den passenden Service einen Rohrbruch vermeiden.

In den meisten Fällen ja. Da viele Sanierungsverfahren grabenlos durchgeführt werden, sind Eingriffe in Wohnräume oft minimal. Lärm, Schmutz und Einschränkungen halten sich in der Regel in Grenzen. Bewohner können das Gebäude meist während der Arbeiten weiterhin nutzen.

Grundsätzlich trägt der Eigentümer der Immobilie die Kosten für die Rohr- oder Kanalsanierung durch spezialisierte Unternehmen. In Mehrfamilienhäusern oder Wohnungseigentümergemeinschaften gelten die jeweiligen Regelungen der Gemeinschaft. Unter bestimmten Umständen können Versicherungen einspringen, etwa bei versicherten Leitungswasserschäden. Eine genaue Klärung sollte im Einzelfall erfolgen.

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