Grabenlose Sanierung
Kein Aufgraben, keine Stemmarbeiten, Sanierung meist in einem Tag
Langlebig
Lebensdauer über 50 Jahre, DIBt-zugelassen
Kostengünstiger als der Kurzliner
310–350 €/m statt ~490 €/m
Vielseitig einsetzbar
Rohre DN 70–250, Bögen bis 90°, innen und außen
Der Brawoliner hat sich als eine der meistgenutzten Methoden zur grabenlosen Rohrsanierung etabliert. Ob defekte Hausanschlussleitung, rissiges Abwasserrohr im Keller oder beschädigter Kanal unter dem Garten — das Verfahren ermöglicht eine vollständige Sanierung, ohne dass auch nur ein Quadratzentimeter Boden aufgerissen werden muss. In diesem Artikel erklären wir, wie das System funktioniert, wann es eingesetzt wird, was es kostet und wo seine Grenzen liegen.
Was ist der Brawoliner?
Wer sich mit Kanalsanierung beschäftigt, stößt früher oder später auf den Begriff Brawoliner. Aber was steckt genau dahinter — und warum setzen so viele Fachbetriebe in Deutschland auf dieses System?
Definition und Herkunft
Der Brawoliner ist ein nahtloser Textilschlauch mit nahtloser Folienbeschichtung, der zur grabenlosen Sanierung defekter Rohre eingesetzt wird. Dank einer speziellen Schlingenkonstruktion sind alle Brawoliner extrem flexibel — das macht sie zur idealen Sanierungslösung für Rohre mit engen Bögen und wechselnden Durchmessern. Entwickelt und vertrieben wird er von der Brawo Systems GmbH mit Sitz in Kaiserslautern — einem international tätigen Unternehmen, das sich seit über zwei Jahrzehnten auf innovative Lösungen für die grabenlose Rohrerneuerung spezialisiert hat. Alle relevanten Informationen zu Produktvarianten und Einbaupartnern sind direkt beim Brawo Sanierungspartner-Netzwerk erhältlich.
Das Grundprinzip: Der Textilschlauch wird mit einem speziellen Epoxidharz getränkt, in das defekte Rohr eingebracht und dort ausgehärtet. Es entsteht ein neues, stabiles Kunststoffrohr im Altrohr — ohne Grabungsarbeiten, ohne Lärm, ohne großen Schmutz.
Wofür wird der Brawoliner eingesetzt?
Der Brawoliner wird überall dort eingesetzt, wo Abwasserleitungen saniert werden müssen, ein kompletter Rohraustausch aber unverhältnismäßig aufwendig wäre. Typische Einsatzbereiche sind:
Hausanschlussleitungen im Außenbereich (unter Garten, Einfahrt, Terrasse)
Abwasserrohre innerhalb von Gebäuden (Keller, Schächte, Fallrohre)
Kommunale Kanalleitungen im kleinen bis mittleren Durchmesserbereich
Leitungen mit Rissen, Wurzeleinwuchs, Lageabweichungen oder Rohrbrüchen
Besonders wertvoll ist der Einsatz in Situationen, in denen ein Aufgraben mit hohen Folgekosten verbunden wäre — etwa unter Gehwegplatten, Fußbodenbelägen oder begrünten Flächen.
Wie funktioniert das System?
Das Funktionsprinzip des Brawoliners ist technisch elegant und lässt sich in wenigen Schritten beschreiben:
Ein flexibler Textilschlauch wird auf die exakte Länge des zu sanierenden Abschnitts zugeschnitten
Der Schlauch wird mit Epoxidharz getränkt
Mittels Luft- oder Wasserdruck wird er in das defekte Rohr eingebracht und inversiert — also umgestülpt — sodass er sich passgenau an die Rohrinnenwand anlegt
Der Liner wird aufgeblasen und an die Wand gepresst
Das Harz härtet aus — je nach Methode durch Umgebungstemperatur, Warmwasser, Dampf oder UV-Licht
Nach der Aushärtung entsteht ein nahtloses „Rohr im Rohr“, das die alten Rohreigenschaften in Statik und Hydraulik häufig sogar übertrifft
„Der Kundendienst macht richtig Spaß. Die Kunden sind begeistert, weil wir ihre Probleme lösen.“ – Stefan Sieling
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Technische Eigenschaften
Der Brawoliner ist nicht für jede Leitung gleich — je nach Rohrdurchmesser, Schadenbild und Einbaubedingungen kommen unterschiedliche Varianten und Härteverfahren zum Einsatz. Hier sind die wichtigsten technischen Eckdaten im Überblick:
Rohrdurchmesser und Einsatzbereiche
Der Brawoliner wurde speziell für kleindimensionierte Rohre entwickelt. Die verfügbaren Nennweiten reichen von DN 70 bis DN 250 — wobei der häufig eingesetzte DN 100 für Hausanschlussleitungen besonders gut geeignet ist. Bei DN 250 erreicht der BRAWOLINER® eine höhere Nennsteifigkeit als vergleichbare Liner-Systeme und eignet sich damit auch für anspruchsvollere Einsatzbereiche.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Rohrdurchmesser | DN 70 bis DN 250 |
| Bögen | bis 90° |
| Dimensionsänderungen | bis zu zwei im selben Abschnitt |
| Einbaulänge | je nach Gegebenheit mehrere Meter am Stück |
| Anwendungsbereich | Hausanschluss, Gebäude, kommunale Leitungen |
Dank seiner speziellen Schlingenkonstruktion ist der Brawoliner extrem flexibel — er passt sich auch an schwierige Rohrverläufe mit engen Bögen und wechselnden Durchmessern an, wo andere Liner-Systeme an ihre Grenzen stoßen.
Härtemethoden im Überblick
Ein besonderer Vorteil des Brawoliners gegenüber anderen Sanierungslösungen ist seine Flexibilität bei der Aushärtung. Das System verwendet hochwertige Epoxidharze, die für unterschiedliche Aushärtungsgeschwindigkeiten optimiert sind. Je nach Baustelle, verfügbarer Ausrüstung und Zeitrahmen kann zwischen vier Methoden gewählt werden:
Umgebungstemperatur
— einfachste Methode, keine zusätzliche Ausrüstung notwendig. Geeignet für unkomplizierte Einsätze bei moderaten Temperaturen, allerdings ist die Aushärtungszeit länger als bei den anderen Verfahren.
Warmwasser
— beschleunigt die Aushärtung deutlich und eignet sich besonders bei längeren Rohrabschnitten, wo eine gleichmäßige Wärmeverteilung über die gesamte Linerlänge wichtig ist.
Dampf
— ermöglicht eine sehr schnelle Aushärtung bei hoher Prozesssicherheit. Wird bevorzugt eingesetzt, wenn die Rohrerneuerung unter Zeitdruck steht oder schwer zugängliche Abschnitte eine schnelle Freigabe erfordern.
Licht (UV)
— präzise steuerbar und besonders sauber in der Verarbeitung, da keine Wärme oder Feuchtigkeit eingebracht wird. Ideal für den Einsatz in Gebäuden oder sensiblen Bereichen, wo Dampf oder heißes Wasser problematisch wären.
Welche Methode letztlich zum Einsatz kommt, entscheidet der Fachbetrieb je nach Zugangssituation, Rohrlänge und verfügbarer Ausrüstung vor Ort.
Für besondere Einsatzbereiche bietet Brawo Systems mit dem BRAWOLINER® XT eine Speziallösung: Der XT Liner ist gezielt für statisch gefährdete Rohre entwickelt worden, darunter auch Industriekanälen mit erhöhten statischen Belastungen. Er erreicht eine deutlich höhere Nennsteifigkeit als herkömmliche Liner und eignet sich damit auch für Kanalisationsrohre und Abwasserrohre in schwierigen Lagen.
Lebensdauer und Qualitätsnormen
Der Brawoliner ist nicht nur schnell verlegt — er ist auch auf Langlebigkeit ausgelegt. Die wichtigsten Kennzahlen und Zertifizierungen:
Lebensdauer: über 50 Jahre laut Hersteller und unabhängigen Prüfstellen
IKT-Warentest: Der Brawoliner ging mehrfach als Testsieger beim unabhängigen IKT-Warentest hervor — einer der renommiertesten Prüfmethoden für Kanalsanierungsprodukte im deutschsprachigen Raum
DIBt-Zulassung: nationale Bauzulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik — Nachweis über geprüfte Dichtheit und Beständigkeit, auch für den Einsatz innerhalb von Gebäuden (BRAWOLINER® HT)
DIN EN 13566-4: europäische Norm für Materialeigenschaften und Prüfverfahren von Liner-Systemen
DWA-Merkblatt M 143-3: technische Anforderungen und Qualitätsrichtlinien für die grabenlose Instandsetzung mit Schlauchlinern
Diese Zertifizierungen sind kein Marketing — sie sind Voraussetzung dafür, dass eine Instandsetzung behördlich anerkannt wird und Gewährleistungsansprüche bestehen.
Brawoliner vs. Kurzliner: Was ist der Unterschied?
Beide Methoden gehören zur grabenlosen Kanalsanierung — und doch lösen sie grundlegend verschiedene Probleme. Wer den falschen Liner wählt, zahlt entweder zu viel oder saniert nur oberflächlich. Hier ist der direkte Vergleich.
Funktionsweise im Vergleich
Der grundlegende Unterschied liegt im Anwendungsbereich: Der Brawoliner als Schlauchliner saniert einen kompletten Rohrabschnitt von Anfang bis Ende — er kleidet die gesamte Leitung neu aus. Der Kurzliner hingegen ist für punktuelle Schäden konzipiert: Er wird gezielt an einer einzelnen Schadstelle positioniert und dort ausgehärtet.
Eine einfache Faustregel: Der Kurzliner ist eine Reparatur. Der Brawoliner ist eine Renovierung.
Kosten pro Meter im Vergleich
| Kriterium | Brawoliner (Schlauchliner) | Kurzliner |
|---|---|---|
| Kosten pro Meter | 310–350 € | ~490 € |
| Aushärtungszeit | ~0,6 m pro Minute | ~2 Stunden pro Stück |
| Tagesleistung | 30–50 m | 2–3 Stück |
| Lebensdauer | 50+ Jahre | ~10 Jahre |
| Einsatzbereich | gesamter Rohrabschnitt | punktuelle Schadstelle |
| Grabungsarbeiten | keine | keine |
Die Preise sind Richtwerte und können je nach Rohrdurchmesser, Zugangssituation, Leitungslänge und regionalem Anbieter variieren. Für eine genaue Kalkulation empfiehlt sich ein Angebot vom Fachbetrieb.
Wann welches Verfahren?
Die Wahl zwischen Brawoliner und Kurzliner hängt vor allem vom Schadenbild ab. Als Orientierung:
Brawoliner ist die richtige Wahl, wenn…
- der Schaden über einen längeren Rohrabschnitt verteilt ist
- mehrere Schadstellen in derselben Leitung vorliegen
- das Rohr generell alt und verschlissen ist
- eine langfristige, dauerhafte Lösung gesucht wird
- die Leitung unter schwer zugänglichen Flächen liegt
Kurzliner ist die richtige Wahl, wenn…
- nur eine einzelne, klar lokalisierbare Schadstelle vorliegt
- der Rest der Leitung in einwandfreiem Zustand ist
- eine schnelle und kostengünstige Zwischenlösung gesucht wird
Zertifizierter Brawoliner-Fachbetrieb in Bremen
Die Rohrreinigungs-Service Schipper GmbH aus Bremen ist zertifizierter Einbaupartner von Brawo Systems und setzt seit über einem Jahrzehnt auf das Brawoliner-Verfahren. Für Eigentümer in der Region Bremen und Oldenburg der direkte Ansprechpartner für grabenlose Rohrsanierung.
Ablauf einer Brawoliner-Kanaltechnik
Wer einen Fachbetrieb für die Brawoliner-Sanierung beauftragt, fragt sich oft: Was passiert eigentlich bei mir zu Hause — und wie lange dauert das? Der gesamte Ablauf lässt sich in drei klar aufeinander aufbauende Phasen unterteilen.
Schritt 1 – Kanalinspektion und Reinigung
Bevor überhaupt ein Liner eingebaut wird, steht eine gründliche Bestandsaufnahme an. Der Fachbetrieb führt eine TV-Inspektion mit einer Kanalkamera durch — so werden Lage, Art und Ausmaß der Schäden exakt lokalisiert. Erst wenn klar ist, was vorliegt, kann das passende Sanierungsverfahren und die benötigte Linerlänge bestimmt werden.
Im zweiten Schritt wird die Leitung gereinigt. Ablagerungen, Wurzeleinwuchs oder Fettrückstände müssen vollständig entfernt werden, bevor der Liner eingebracht werden kann — sonst haftet das Harz nicht zuverlässig an der Rohrwand.
TV-Inspektion zur genauen Schadensdiagnose
Hochdruckreinigung der Leitung
Dokumentation des Ist-Zustands vor der Rohrerneuerung
Festlegung der exakten Linerlänge und Härtungsmethode
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Mehr InformationenSchritt 2 – Vorbereitung und Einbau
Ist die Leitung sauber und vermessen, beginnt die eigentliche Sanierungslösung. Textilschläuche werden auf die exakte Länge zugeschnitten und unmittelbar vor dem Einbau mit Epoxidharz getränkt. Das Harz wird aus zwei Komponenten frisch angemischt — Topfzeit und Verarbeitungstemperatur spielen dabei eine wichtige Rolle.
Anschließend wird der Liner in die Leitung eingebracht — entweder durch Einzug oder durch Inversion, also das Umstülpen des Schlauchs mittels Druckluft. Der Liner legt sich dabei passgenau an die Rohrinnenwand an und wird mit konstantem Luft– oder Wasserdruck in Position gehalten.
Zuschnitt des Textilschlauchs auf Maß
Frische Harztränkung direkt vor dem Einbau
Einbringen per Inversion oder Einzug
Anlegen an die Rohrwand durch Luft- oder Wasserdruck
Schritt 3 – Aushärtung und Abnahme
Sobald der Liner positioniert ist, beginnt die Aushärtung. Je nach gewählter Methode — Umgebungstemperatur, Warmwasser, Dampf oder Licht — dauert dieser Vorgang zwischen wenigen Minuten und einigen Stunden. Pro Minute härten rund 0,6 Meter aus, an einem Arbeitstag lassen sich so 30 bis 50 Meter fertigstellen.
Nach der Aushärtung werden verschlossene Zuläufe, Abzweigungen und Anschlussstutzen mit einem Fräsroboter punktgenau wieder geöffnet. Den Abschluss bildet eine erneute TV-Inspektion sowie eine Dichtheitsprüfung — so ist dokumentiert, dass die Instandsetzung einwandfrei ausgeführt wurde.
Aushärtung je nach Methode in Minuten bis wenigen Stunden
Wiederöffnung von Zuläufen, Abzweigungen und Anschlussstutzen mit dem Fräsroboter
Abschließende TV-Kontrolle und Dichtheitsprüfung
Übergabe der Dokumentation an den Auftraggeber
Vorteile und Grenzen des Verfahrens
Der Brawoliner ist in vielen Situationen die überlegene Wahl — aber nicht in jeder. Wer die Stärken und Grenzen des Verfahrens kennt, trifft die bessere Entscheidung und vermeidet teure Fehler.
- Kein Ausgraben oder Freilegen notwendig: Wände, Böden, Gehwegplatten, Garten und Hofanlagen bleiben vollständig unversehrt. Der Brawoliner ist damit die wirtschaftlichste Alternative zur offenen Bauweise, bei der aufwendige Grabungsarbeiten und teure Wiederherstellungsmaßnahmen komplett entfallen.
- Deutlich günstiger als offene Bauweise: Die Instandsetzung mit dem Brawoliner ist bis zu 50% günstiger als die offene Bauweise. Vor allem bei schwer zugänglichen Leitungen entfallen Erdarbeiten, Abtransport und Wiederherstellungskosten komplett.
- Schnelle Ausführung: Die Instandsetzung ist in den meisten Fällen an einem einzigen Arbeitstag abgeschlossen. Die Leitung kann unmittelbar nach der Aushärtung wieder genutzt werden.
- Langlebig und stabil: Mit einer Lebensdauer von über 50 Jahren ist der Brawoliner keine Übergangslösung, sondern eine dauerhafte Rohrerneuerung.
- Nahtloses Rohr im Rohr: Es entstehen keine Fugen, Übergänge oder Schwachstellen. Das neue Rohr ist in Statik und Hydraulik dem Altrohr häufig sogar überlegen.
- Geprüfte Qualität: DIBt-Zulassung, DIN EN 13566-4 und DWA-Merkblatt M 143-3 garantieren, dass die Instandsetzung behördlich anerkannt wird und Gewährleistungsansprüche bestehen.
- Flexibel einsetzbar: Bögen bis 90°, Dimensionsänderungen, enge Hausanschlussleitungen — der Brawoliner kommt auch dort zum Einsatz, wo andere Systeme scheitern.
Wo das Sanierungsverfahren nicht funktioniert
So überzeugend dieses Produkt in den meisten Fällen ist — es gibt Situationen, in denen es nicht eingesetzt werden kann. Moderne Kanaltechnik hat ihre Grenzen, und ein seriöser Fachbetrieb wird das vor der Instandsetzung offen ansprechen:
- Stark deformierte oder eingefallene Rohre: Ist die Rohrstruktur so weit zerstört, dass kein tragfähiges Altrohr mehr vorhanden ist, kann der Liner nicht eingebracht werden. In diesen Fällen ist ein offener Rohraustausch unumgänglich.
- Zu kleiner Rohrdurchmesser: Der Brawoliner ist für Rohre ab DN 70 ausgelegt. Leitungen mit kleineren Querschnitten können nicht mit diesem System saniert werden.
- Statisch nicht mehr tragfähige Leitungen: Der Liner braucht das Altrohr als Träger. Ist dieses in seiner Tragfähigkeit bereits zu stark kompromittiert, reicht eine Innenauskleidung nicht aus.
- Vollständig zerstörte Abschnitte: Bei kompletten Rohrbrüchen ohne zusammenhängende Rohrwand ist die grabenlose Instandsetzung keine Option mehr.
- Nicht geeignet für Trinkwasserleitungen: Der Brawoliner ist ausdrücklich nicht für die Instandsetzung von Trinkwasserleitungen konzipiert. Für Trinkwasserrohre gelten eigene Zulassungen, die ein separates Produkt erfordern.
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Häufige Fragen zum Brawoliner (FAQ)
Der Brawoliner ist auf eine Lebensdauer von über 50 Jahren ausgelegt — das ist keine Marketingaussage, sondern ein Wert, der durch die DIBt-Zulassung und unabhängige Prüfmethode belegt wird. Nach der Aushärtung entsteht ein nahtloses Kunststoffrohr im Altrohr, das gegenüber Korrosion, chemischen Einflüssen und Wurzeleinwuchs dauerhaft beständig ist. Im Vergleich dazu hält ein Kurzliner im Schnitt nur etwa 10 Jahre. Wer also langfristig plant, fährt mit dem Brawoliner deutlich wirtschaftlicher.
Als Richtwert liegen die Kosten für den Brawoliner bei 310 bis 350 Euro pro Meter — und damit deutlich unter dem Kurzliner, der mit rund 490 Euro pro Meter zu Buche schlägt. Hinzu kommen Kosten für die vorgelagerte TV-Inspektion, die Reinigung der Leitung sowie die abschließende Dichtheitsprüfung. Der genaue Preis hängt von mehreren Faktoren ab: Rohrdurchmesser, Länge des zu sanierenden Abschnitts, Zugangssituation und regionalen Gegebenheiten. Für eine verlässliche Kalkulation empfiehlt sich daher immer ein individuelles Angebot vom Fachbetrieb.
Der Brawoliner ist für Rohre im Durchmesserbereich DN 70 bis DN 250 konzipiert und bewältigt dabei Bögen bis 90° sowie bis zu zwei Dimensionsänderungen im selben Abschnitt. Er funktioniert jedoch nicht bei stark deformierten oder vollständig eingefallenen Rohren, da er das Altrohr als tragenden Untergrund benötigt. Auch Leitungen mit einem Durchmesser unterhalb von DN 70 können nicht mit diesem System saniert werden. Ob das System im konkreten Fall geeignet ist, klärt die TV-Inspektion vor der Sanierung zuverlässig.
Nein — das ist einer der zentralen Vorteile der Brawoliner-Methode. Die gesamte Sanierung erfolgt von einem Zugangspunkt aus, etwa einem Schacht, einem Kellerabfluss oder einer Reinigungsöffnung. Weder Garten, noch Terrasse, noch Gehwegplatten oder Innenräume müssen geöffnet werden. Das spart nicht nur erhebliche Kosten für Erdarbeiten und Wiederherstellung, sondern reduziert auch Lärm, Schmutz und die Belastung für Bewohner und Nachbarn auf ein Minimum.
Ob und in welchem Umfang eine Versicherung die Kosten übernimmt, hängt von der Art des Schadens und den Konditionen des jeweiligen Versicherungsvertrags ab. Bei Schäden, die durch ein plötzliches Ereignis — etwa einen Rohrbruch — entstanden sind, greift in vielen Fällen die Gebäudeversicherung. Altersbedingter Verschleiß hingegen ist in der Regel nicht versichert. Es lohnt sich, vor der Beauftragung eines Fachbetriebs den Schaden zu dokumentieren und frühzeitig Kontakt zur Versicherung aufzunehmen. Einige Fachbetriebe unterstützen ihre Kunden dabei und übernehmen auf Wunsch die direkte Kommunikation mit der Versicherung.


